Montag, 6. Januar 2014

Zum Kotzen! Warndreieck vergessen


Heute schreibe ich über einen Fernfahrer, dem es in doppelter Hinsicht gar nicht gut erging.
 
Unser armer Asphalt-Cowboy musste während der Fahrt auf der Autobahn wegen Übelkeit halten. Es gab keinen Seitenstreifen, sodass sein Fahrzeug nicht ganz vom rechten Fahrstreifen verschwunden war. Der Brummi-Fahrer schaltete die Warnblinkanlage ein, sprang aus dem LKW und entleerte seinen Mageninhalt (in Fachkreisen auch "Spuckele" oder "pabsten" genannt). Dann setzte er sich wieder ins Führerhaus, um sich zu erholen. Währenddessen striff ein anderes Fahrzeug aus Unachtsamkeit den LKW.

Das OLG Hamm entschied hierzu am 29.10.2013 (Az. 26 U 12/13), dass der Fernfahrer zu 50 % mithaftet! Dem Brummi-Fahrer wurde vorgeworfen, dass sein Fahrzeug in die Fahrbahn hinein ragte und auch, dass er nach dem Erbrechen nicht sogleich ein Warndreieck aufstelle (oder wegfuhr).

Also merke: nach dem Kotzen, Warndreieck nicht vergessen!